Die Hände in Bewegung kriegen

Wunsch-Ausbildung statt Pflicht-Studium.

Von Jascha
(c) Laura Harder

(c) Laura Harder

„Warum denn eine Ausbildung! Du hast doch Abitur gemacht. Dir stehen alle Wege offen. Du könntest doch studieren!“.
Ich stehe auf meiner Abi-Entlassung. Gerade frisch gebackener Teil der „Elite von Morgen“. In einem schlecht sitzenden geliehenen Anzug, der an einigen unpassenden Stellen ziemlich eng sitzt. Aber mit einer schicken Fliege um den Hals. Neben mir steht ein anderer Abiturient aus meinem Jahrgang. Sein Anzug ist maßgeschneidert oder zumindest extra für ihn gekauft und seine Mutter will mir gerade erzählen, wie ich mein Leben leben soll. Ich nehme viele Gratulationen entgegen zu diesem großen Schritt in Richtung Erwachsensein, auch wenn ich mich nicht sonderlich erwachsen fühle. Und ich ernte viel Kritik. Wie ich meine allgemeine Hochschulreife wegwerfen und eine handwerkliche Ausbildung als Beginn meiner weiteren Laufbahn wählen kann.
Denn daraus habe ich das letzte halbe Jahr keinen Hehl gemacht. „Nein, ich will Tischler werden, es ist das, was mir Spaß macht.“ „ Aber kann man davon leben?“ (mehr …)

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: