Die Hände in Bewegung kriegen

Wunsch-Ausbildung statt Pflicht-Studium.

Von Jascha
(c) Laura Harder

(c) Laura Harder

„Warum denn eine Ausbildung! Du hast doch Abitur gemacht. Dir stehen alle Wege offen. Du könntest doch studieren!“.
Ich stehe auf meiner Abi-Entlassung. Gerade frisch gebackener Teil der „Elite von Morgen“. In einem schlecht sitzenden geliehenen Anzug, der an einigen unpassenden Stellen ziemlich eng sitzt. Aber mit einer schicken Fliege um den Hals. Neben mir steht ein anderer Abiturient aus meinem Jahrgang. Sein Anzug ist maßgeschneidert oder zumindest extra für ihn gekauft und seine Mutter will mir gerade erzählen, wie ich mein Leben leben soll. Ich nehme viele Gratulationen entgegen zu diesem großen Schritt in Richtung Erwachsensein, auch wenn ich mich nicht sonderlich erwachsen fühle. Und ich ernte viel Kritik. Wie ich meine allgemeine Hochschulreife wegwerfen und eine handwerkliche Ausbildung als Beginn meiner weiteren Laufbahn wählen kann.
Denn daraus habe ich das letzte halbe Jahr keinen Hehl gemacht. „Nein, ich will Tischler werden, es ist das, was mir Spaß macht.“ „ Aber kann man davon leben?“ (mehr …)

Was willst du mal werden?

Berufswünsche von Wölflingen aus dem Jahr 2000 und heute und was aus ihnen wurde.

Von Ulrike.
trombone65 (PhotoArt Laatzen) CC-BY-ND 2.0

trombone65 (PhotoArt Laatzen) CC-BY-ND 2.0

Seit Generationen wird Kindern und Jugendlichen immer wieder die Frage nach dem Berufswunsch gestellt. Jeder von uns hat sie schon mal gehört und vermutlich mehr oder weniger überzeugt beantwortet. So auch die Wölflinge der Stämme Voortrekker, Wikinger und Weiße Rose im Jahr 2000. Unterscheiden sich diese Wünsche von denen der Wölflinge 2014? Und was ist heute aus den Wölflingen von damals geworden? Diesen Fragen will ich nachspüren. Die Wölflinge der Meuten vom Stamm Voortrekker und Wikinger haben mir ihre Zukunftswünsche verraten, die Wünsche aus dem Jahr 2000 konnte ich im Laru „1025 Gesichter“ entnehmen und drei dieser Wölflinge von damals habe ich gefragt: „Was bist du geworden?“ (mehr …)

Ein Traum von einem Lied

„Bei all der Romantik und Sehnsucht in unserem Liedgut kommen Träume häufig vor.“ 

Von kison.
(c) Oliver Tewes

(c) Oliver Tewes

Natürlich fielen mir sofort Helden deiner Träume oder auch Hester Jonas ein. Aber in anderen Liedern wie z. B. Ich möcht mit einem Zirkus ziehen kommt das Wort „Traum“ äußerst selten vor. Häufiger finden wir das Motiv Träumen eher beiläufig wie in Trio di mali („Traumschwere Worte fallen“), Nachts steht Hunger („starr in unserm Traum“) oder Heute hier, morgen dort („Manchmal träume ich schwer“). Sie stehen bei all diesen Liedern nicht im Fokus, sondern erzeugen eine bestimmte Stimmung, dienen als Basis für eine Geschichte (Lillies). Oft stehen sie auch in scharfem Gegensatz zur Realität, wobei die Wirklichkeit der Traumwelt in einigen vorgezogen wird (Wach nun auf). (mehr …)

bunterleben

Ein Gilwell-Projekt für die Vielfalt.

Von kison
(c) Enten_Daniela Hartmann

(c) Enten_Daniela Hartmann

Es macht im BdP „keinen Unterschied, welcher Nationalität, Hautfarbe, Religion oder sozialer Herkunft“ seine Mitglieder sind. Das steht auf der ersten Seite unserer Pädagogischen Konzeption geschrieben. Blättert man weiter, ist zu lesen, dass wir die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unserem Bund darin unterstützen wollen, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, sich selbst zu finden. Dabei sollen insbesondere gegenseitiges Verständnis und Respekt, Freundschaft, „Bewusstsein für den eigenen Körper und für die eigene Sexualität“ und vieles mehr gefördert werden.
Nimmt man alles zusammen, heißt das: Wir im BdP wollen jeden Menschen so nehmen, wie er ist, und ihn in der Entwicklung einer eigenen Identität unterstützen, unabhängig von Unterschieden jeglicher Art. Wichtig ist dabei, dass wir jegliches Persönlichkeitsmerkmal nicht bloß tolerieren, sondern akzeptieren wollen; wir sagen: „Es ist gut, wie du bist“, und nicht: „Es ist egal“.

(mehr …)

Einen Traum gelebt

Mit Hand und Fuß auf dem ScoutingTrain durch 7 Zeitzonen zum Glück.

von Maike
(c) Alexander Henhammer

(c) Alexander Henhammer

Ich führe keine Liste mit Lebensträumen. Aber wenn ich eine hätte, wäre die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn darauf zu finden gewesen. Und wenn ich heute einen Globus zur Hand nehme und mit dem Finger die Strecke von Berlin nach Peking entlangfahre, dann ist es für mich eine unheimlich coole Vorstellung, dass ich genau diesen Weg bereist habe.
Das war im letzten Jahr, im Rahmen des ScoutingTrain-Projektes. Wegen der vielen Berichte hier nur einige wenige Zahlen: 272 Teilnehmende aus 17 Nationen fuhren zusammen 7033 Zugkilometer an 17 Reisetagen und erlebten so eine unvergessliche Reise! Ein einmaliges internationales Projekt des BdP, das nicht nur die Fahrt beinhaltete. Die Teilnehmenden des Projekts haben sich schon vorher in ihren jeweiligen Teilprojekten, den sogenannten Waggons, getroffen und an eigenen Themen und Aktionen gearbeitet, die dann während der Reise weitergeführt und präsentiert wurden.

(mehr …)

Verband der Pfadfinderinnen und Pfadfinder?!

Oder, warum wir Bund heißen

Von Jascha.
(c) Dorothee Schmidt

(c) Dorothee Schmidt

„Bund“ in der ursprünglichen Definition bedeutet, dass eine Gruppe sich aufgrund von Sympathie und Freundschaft bildet, denn „[d]as wesentliche Merkmal bündischer Gruppen war ihre Zusammensetzung aufgrund einer Sympathieauslese, also einer engen persönlichen Verbundenheit aller Mitglieder.“ (zitiert nach Böttcher, A.: Das junge Volk 5/1932, S.32) (mehr …)

Ein Stamm, zwei Stämme, ein Horst: Die Geschichte der Weißen Kohte

Die Geschichte der Weißen Kohte

von daddy (Frank Helmut)
(c) Tom Rosenthal

(c) Tom Rosenthal

Daddy war als Pfadfinder und Schulleiter des Gymnasiums Kreuzheide an der Entstehung der Pfadfindergruppen in Wolfsburg von Anfang an beteiligt. Er gibt uns neben einem kurzen historischen Überblick (siehe Kasten) in diesem Interview auch einen persönlichen Einblick, wie er die Geschichte der Weißen Kohte erlebt hat.

 

(mehr …)

Der Baum der Kristalle

Eine Anleitung für das Durchführen einer Traumreise findest du in Lisas Artikel Mach es dir gemütlich und schließe deine Augen.

(c) Tom Rosenthal

(c) Tom Rosenthal

Begib dich nun in Gedanken in deine Phantasiewelt. Stell dir vor, du sitzt auf einer kleinen Düne am Meer. Du spürst den warmen Wind ganz leicht über deine Haut streichen — ganz sanft und weich. Du kannst die Meeresluft riechen — ein ganz leichter Salzgeruch steigt in deine Nase — von Weitem hörst du die Möwen rufend über das Meer streichen — wenn du nach oben schaust, kannst du sie sehen wie sie vom Wind getragen werden — dein Gesäß formt den Sand zu einer bequemen Kuhle — gedankenverloren lässt du den Sand der Düne durch deine Finger rieseln — du schaust dabei ruhig und gelassen zu — spürst dabei den Sand und nimmst den Geruch deiner Umgebung wahr — die Sonne wärmt dich — du spürst ihre warmen Strahlen auf deiner Haut — dein Atem geht ruhig und entspannt — ein und aus. (mehr …)

Mach es dir gemütlich und schließe deine Augen

Eine Traumreise.

Von Lisa.
(c) Robert Abel

(c) Robert Abel

Einatmen. Abschalten. Die Gedanken ziehen lassen. Wie einen Luftballon, der langsam, ganz langsam am Horizont immer kleiner wird.

Schön wär’s. Stattdessen piept mein Handy, es hupen Autos vor der Tür und meine Gedanken springen zwischen gestern Abend, der Planung meines 30sten Geburtstags und der banalen Frage, was ich heute Abend mit dem versalzenen Reis von vorgestern noch kochen könnte. Es ist nicht, dass ich wirklich dauernd zu viel zu tun hätte, ich komme nur nicht zur Ruhe. Innerlich. Selbst wenn ich nur still da sitze, kreisen und fliegen meine Gedanken, spielen Fangen miteinander.

 

(mehr …)

Begleiter zu uns selbst

Ein Interview zum Thema Traumdeutung

Von Anne.
(C) Anne Wächter

(C) Anne Wächter

Anne und Antonija haben sich vor sechs Jahren in Berlin durch das Studium der Sozialen Arbeit kennen gelernt. In stundenlangen Gesprächen quatschten sie über alles Mögliche, auch über Antonijas Interesse an Träumen, dem Universum und welchen Einfluss all das auf unser Leben hat. Nachdem das Thema dieser laru-Ausgabe feststand, bat Anne Antonija um ein Interview.

(mehr …)

%d Bloggern gefällt das: