Aus der Sicht einer Gastmama. Elma packt aus.

Internationale Begegnungen auf dem Landespfingstlager. Teil 4

von Elma (Gastmama)
(c) Niklas Krüger

(c) Niklas Krüger

Alles begann im Herbst letzten Jahres. Auf dem Nachtreffen vom „Scoutingtrain“ lernten Hendrik und ich, Tetiana und Yevhen kennen. Die beiden sind die Stammesführer der NOSU (National Organization of Scouts of the Ukraine) Ortsgruppe in Mykolajiw im Süden der Ukraine. Wir verstanden uns gleich so gut, dass der Wunsch entstand sich wieder zu sehen und mehr daraus zu machen. 

Was in den Gastfamilien passierte und wie es ist jemand aufzunehmen, den man gar nicht kennt, erfahrt ihr hier:

„Mami… Papi… können wir zur Not einen Pfadfinder aus der Ukraine bei uns aufnehmen?“

bettelte unsere Beke. Der Hintergrund war schnell erzählt: Niklas und Hendrik von unseren Harsefelder Pfadis hatten auf ihrer Tour mit dem Scouting Train PfadfinderInnen aus der Ukraine kennengelernt und diese zum LaPfiLa in Almke eingeladen.

„Dann muss sich aber deine Schwester Maartje um den Gast kümmern, denn du willst doch mit dem Planungsteam schon früher anreisen.“

Da die kleine Schwester sich nur ungern Arbeit aufhalst, war das Thema erst einmal vom Tisch. Das änderte sich schlagartig eine Woche vor Ankunft der Ukrainer. Niklas hatte in der Sippenstunde noch einmal die Werbetrommel gerührt, um auch die letzten Jugendlichen unterzubringen. Unter anderem war die Aussicht auf einen gemeinsamen Ausflug nach Hamburg mit garantierter Schulbefreiung ein unschlagbares Argument. Noch schnell geputzt und in der Küche gewerkelt und unser Besuch, Vrinda, konnte kommen. Zufrieden mit uns und unserem leckeren Beitrag für das gemeinsame Essen fuhren wir zum Pfadiheim. Wir warteten gemeinsam mit weiteren Gastgebern noch eine gefühlte endlose weitere Stunde hungrig vor dem aufgebauten Buffet. Endlich trudelte die erste mit dem Fernbus angereiste Gruppe ein und nach kurzer Begrüßung stürzten wir uns ausgehungert auf die vielen bereitgestellten Leckereien. Beim Essen konnten sich die jungen Leute nun kennenlernen. Dabei offenbarte sich uns, das Englisch wohl doch nicht, wie angenommen, die weltweite gemeinsame Sprache ist. Beim Frühstück am nächsten Tag kamen dann auch die Handys der Mädchen mit dem gottlob vorhandenem Übersetzungsprogramm zum Dauereinsatz. Jetzt endlich verstehe ich warum behauptet wird, die heutige Jugend wäre von den Smartphone-Dingern völlig abhängig – kann ich nur bestätigen. Mit Händen und Füßen lässt sich wirklich nicht russisch/deutsch kommunizieren. Und die beiden hatten sich eine Menge zu erzählen, verstanden sich auf Anhieb gut, auch auf Grund ihres gleichen Modegeschmacks und der gemeinsamen Interessen. Innerhalb der nächsten drei Tage konnten sich die Mädchen immer besser kennenlernen: Beim Besuch im Harsefelder Rathaus, beim Achterbahnfahren im Heidepark oder beim Besuch des Miniaturwunderlandes in Hamburg.
Abschließend kann ich für unsere Familie sagen: Es war eine schöne, erlebnisreiche Zeit, die wir miteinander verbracht haben, eine gute Erfahrung und eine neu geschlossene Freundschaft, die wir nicht missen möchten.


Du kannst von Internationaler Luft und LaPfiLa nicht genug kriegen? Dann gibts hier mehr für dich:

Teil 1: Von überall sind wir gekommen

Teil 2: Filips Eindrücke (übersetzt)

Teil 2: Filips Impressions (original)

Teil 3: Niklas Vorhaben: Wir wollen mehr!

Teil 4: Aus der Sicht einer Gastmama. Elma packt aus

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