[Deutsch] Filips Eindrücke

Internationale Begegnungen auf dem Landespfingstlager. Teil 2

von Filip (Tschechischer Pfadfinder)

mit Urkunde_Niklas KrügerAls ich an einem nebelverhangenen Morgen beim Pfingstlager aufwachte, überkam mich ein merkwürdiges Gefühl. Obwohl ich diese Leute erst seit ein paar Tagen kannte, fühlte es sich an wie Zuhause zu sein, wie ein Teil der Familie zu sein.
Das war der überragende Eindruck, den ich als Besucher bei den Pfadfindern in Niedersachsen hatte. Ich verbrachte drei wundervolle Tage mit meinen Freunden vom Stamm Leviatan. In diesen drei Tagen hatte ich die großartige Chance ein Teil des Stammes zu werden und ihre Rituale kennenzulernen. Ich hab viel über die Pfadfinderei in Deutschland gelernt, z. B. wie man eine Jurte aufbaut. Auch verinnerlichte sich bei mir ein neues Gefühl für Demokratie und ihre Wichtigkeit.

Ich sah viel Einigkeit durch die Rituale und die Kleidung.

Im Kreis zu stehen oder zu sitzen kommt über den Tag verteilt immer wieder vor: Bei der Morgenrunde, bei jedem Essen, am Abend beim Unterhalten in der Jurte. Der Kreis hilft der Kommunikation ungemein, z. B. während der Mahlzeiten. Wenn man Salz braucht, sagt man einfach „Entschuldigung, könntest du mir das Salz geben“ anstatt aufzustehen und es sich einfach zu nehmen. Nach dieser Erfahrung, wende ich die „Kreis-Methode“ selbst viel öfter an.

Oh, das war laut, das muss ein großer Stamm gewesen sein.

Schon als ich die Pfadis vom Stamm Leviatan das erste Mal in Tschechien getroffen habe, war ich sehr von ihrem Schrei-Ritual vor und nach jedem Essen beeindruckt. Beim LaPfiLa hat das noch ganz andere Ausmaße angenommen. Man hört zur Essenszeit in unterschiedlichen Lautstärken und aus allen Richtungen die Stämme ihr „…kracht!“ schreien. Das erinnert mich an Trompeten, die ankündigen, dass jetzt etwas Großes passiert.

Der Zauber des Feuers umgab mich.

Mit dem Durchschreiten des Eingangs in das Café, betritt man eine andere Welt. Der Rauch brannte in meinen Augen, aber das habe ich gerne in Kauf genommen, um kein „Plastik-Pfadfinder“ zu sein. Durch das Licht, das vom Feuer ausgeht, fühlte ich mich mit der Natur verbunden.
Die Erfahrungen, die ich als internationaler Gast beim LaPfiLa gemacht habe, haben mir gezeigt, dass der beste Weg international zu sein ist, alleine ein Teil einer für dich ausländischen Gruppe zu werden. Mach die gleichen Sachen wie sie, iss wie sie, spiel die gleichen Spiele, schlafe in der gleichen Umgebung.
Mein herzlicher Dank geht an den Stamm Leviatan. Ich durfte Teil ihrer Gruppe werden, sie haben mir die echte deutsche Pfadinderei gezeigt und mir die Möglichkeit gegeben, sie selbst zu erleben. Vielen Dank auch an das Internationale Programm Team, besonders Maria, Dustin und Julius, die immer sehr freundlich waren und so viel Mühe und Arbeit in diese wichtige Sache gesteckt haben.


Du kannst von Internationaler Luft und LaPfiLa nicht genug kriegen? Dann gibts hier mehr für dich:

Teil 1: Von überall sind wir gekommen

Teil 2: Filips Eindrücke (übersetzt)

Teil 2: Filips Impressions (original)

Teil 3: Niklas Vorhaben: Wir wollen mehr!

Teil 4: Aus der Sicht einer Gastmama. Elma packt aus

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