Wir, die Anderen und das Friedenslicht in Berlin

Wie wir das Friedenslicht in die Ministerien brachten und nebenbei viel über Traditionen und Vielfalt lernten.

von Wiebke und TobiIMG_5519

Anfang Dezember wurden wir gefragt, ob wir nicht Lust hätten vom 16.12 bis zum 19.12.13 den BdP bei der Verteilung des Friedenslichts in Berlin zu vertreten. Zwar wussten wir nicht genau was uns erwartete, aber wir erinnerten uns an das Motto der Pfadfinderbewegung ‚allzeit bereit‘ und so sagten wir zu. Immerhin kannten wir den Hintergrund:IMG_5557

Jedes Jahr wird Anfang Dezember in Bethlehem das Friedenslicht entzündet und per Flugzeug nach Wien gebracht. Dort findet dann die zentrale Aussendungsfeier statt, zu der alle Länder Delegationen schicken können. Die deutsche Delegation besteht aus VertreterInnen aller Ringverbände. Für den BdP ist Heike Eiter (Stamm Wildgänse) Friedenslichtbeauftragte und kümmert sich darum, dass wir dort jährlich vertreten sind.

Neben der Verteilung des Lichtes in den verschiedenen Kirchen, Institutionen, Veranstaltungen und Stämmen auf der ganzen Welt bringt alljährlich eine RDP/RdP (Ringverbände der PfadfinderInnen = BdP, VCP, DPSG und PSG) Gruppe das Friedenslicht in die Ministerien des Bundes in Berlin.

Dieses Jahr durften wir den BdP dort vertreten. Hierfür waren wir vier Tage zusammen mit den anderen VertreterInnen unterwegs. Gemeinsam besuchten wir die Ministerien für Bildung und Forschung, Arbeit und Soziales, Verteidigung, Verkehr und Dateninfrastruktur, Familie/Frauen/Senioren/Soziales, sowie das Bundespräsidialamt, den Bundestag und das Kanzleramt.

Auf Grund des Regierungswechsels war es leider nicht allen MinisterInnen möglich uns persönlich zu empfangen, stattdessen trafen wir dann ReferentInnen oder StaatssekretärInnen.

Häufig kamen wir nach der offiziellen Übergabe des Friedenslichtes ins Gespräch über jugendpolitische Themen und konnten Kritikpunkte zu Themen wie dem neuen Kinderschutzgesetz, den nötigen Freiräumen für Jugendliche und der Unterstützung des Ehrenamtes anbringen, auf die mal mit mehr, mal mit weniger Verständnis reagiert wurde.

IMG_5721Neben den offiziellen Terminen war es für uns besonders spannend, Zeit mit Mitgliedern der anderen Verbände zu verbringen und den Ring gemeinsam zu vertreten. Wir tauschten uns über die Situationen und Herausforderungen in den Verbänden aus, dabei wurden unterschiedliche Standpunkte und Ansichten deutlich, aber wir entdeckten auch viele Gemeinsamkeiten. Beispielsweise stellten wir bei einer gemütlichen Singerunde am ersten Abend fest, dass es zwar eine Menge Lieder gibt, die in allen Verbänden verbreitet sind, in der DPSG und im VCP darüber hinaus auch christliche und moderne Lieder ihren Platz im Liederbuch haben. Genau diese Vielfalt, die sich auch in anderen Situationen zeigte, hat uns viel Spaß gemacht! Schließlich sind wir ja alle PfadfinderInnen, vertreten eine gemeinsame Idee und können viel voneinander lernen. Es lohnt sich also über den Tellerrand herauszuschauen und die Vielfalt der Pfadfinderbewegung zu erleben.

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Schon allein dafür hat sich die Aktion Friedenslicht gelohnt. Deshalb möchten wir an dieser Stelle neben dem Ring auch Heike ganz herzlich dafür danken, dass sie sich alle Jahre wieder für das Friedenslicht im BdP einsetzt. Es ist eine schöne Tradition es auf Waldweihnachten und Weihnachtsmärkten zu verteilen und so Frieden und Völkerverständigung zumindest symbolisch zu verbreiten.

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Bilder: Jule Lumma
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