Erwachsen – ein Vorwort

In der Bundesordnung des BdP habe ich gelesen, dass Ranger und Rover zwischen 16 und 25 Jahre alt sind. Danach sei es „an der Zeit, in der Runde der langjährigen Freundinnen und Freunde Abschied zu feiern.“ Seltsam finde ich, dass bei einem Blick in die Stämme oder auf die LDV viele Gesichter diese Altersgrenze überschritten zu haben scheinen, und uns trotz-dem selbstverständlich sind. Dieser Landesrundbrief widmet sich darum in seinem Schwer-punkt denjenigen Mitgliedern des BdP, die eigentlich nicht mehr zur Jugendbewegung des Pfadfindens gehören, aber das Ganze trotzdem in Bewegung halten: Erwachsene, die sich aktiv am Pfadfinderleben beteiligen.

Im Schwerpunkt schreibt Ulrike darüber, wie es sich anfühlt, mit genau 25 Jahren laut Bun-desordnung „erwachsen“ geworden zu sein. Günter stellt seine Perspektive eines älteren Pfadfinders vor und fragt kritisch nach, ob und wie Stämme und der Landesverband auch Angebote für erwachsene Mitglieder anbieten sollten. Chrise stellt das Konzept „Adults in Scouting“ vor und gibt Tipps, wie man neue Köpfe für Führungspositionen gewinnen, erfah-rene Mitglieder bei Laune halten oder mit neuen Aufgaben motivieren kann. Dass man auch ohne eigene Kindheit und Jugend bei den Pfadfindern in der aktiven Pfadfinderarbeit mitmi-schen kann, zeigt Mika in seinem Erfahrungsbericht eines Quereinsteigers. Aber was macht Erwachsene eigentlich aus und woran erkennt man sie? Matze nähert sich dieser Frage the-oretisch, während Julchen diese Fragen in einer Meutenstunde gestellt hat und hier be-schreibt, wie Wölflinge die Erwachsenen sehen. Jan-Georg hat dazu Antworten im Landes-verband gesucht und stellt nun die Umfrageergebnisse vor.

Natürlich waren auch in dieser Ausgabe wieder Mitglieder des Landesverbands „Unterwegs“. Wir erfahren etwas über einen „work & travel“-Aufenthalt in Australien und über den Kultur-schock des Zurückkehrens nach Deutschland. Die Stammesvorstellung führt uns dieses Mal nach Fischbek zum Stamm Helmburgis und seinen Besonderheiten.

Eine Gemeinsamkeit vieler Stämme ist sicherlich folgende typische Situation: die Gruppen-stunde läuft prima, die Kinder sind einfach toll, aber mit den Eltern kann man irgendwie nicht so wirklich etwas anfangen. Dabei muss die Zusammenarbeit mit den Eltern nicht schwer, sondern kann für alle ein Gewinn sein. In der Rubrik „Kultur und Gruppe“ findet ihr deshalb Tipps und Hinweise für die gelingende Elternarbeit. Ein Novum in diesem laru: wir veröffent-lichen einen Artikel zum zweiten Mal. Chrise hat unser Archiv entstaubt und Fränzis Artikel aus dem Jahr 1994 gefunden, in dem sie einen Ausblick auf das Leben im Jahr 2013 wagte. Einen Blick auf uns selbst und unsere kulturelle Prägung wirft der Artikel „Wie deutsch bist du?“.

Mit dem Thema Geld und Finanzierung beschäftigen sich unsere beiden Artikel in der Rubrik „Ansichten“. Dort werden die Vor-und Nachteile von Aufwandsentschädigungen abgewogen und diskutiert, wie abhängig wir unsere Jugendarbeit von der Gunst der Kommunen gestalten, wenn die Stämme häufig auf deren Fördermittel und Zuschüsse zugreifen.

Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick in die weitere Vergangenheit. 100 Jahre ist es her, dass 1913 auf dem ersten Freideutschen Jugendtag die Meißnerformel formuliert wurde, die bis heute das Leben von vielen Jugendbewegungen und auch von uns Pfadfindern in Deutschland geprägt hat. Anlässlich der Jubiläumsfeier klärt uns Nina über die Bedeutung der vergangenen Meißnerlager auf und Maxi versorgt uns mit allen Informationen zu dem kommenden Lager.

Unabhängig vom tatsächlichen oder gefühlten Alter der Leserin oder des Lesers hoffen wir, dass dieser laru auf Interesse stößt und die eine oder andere Diskussion entfacht. Solltet ihr an irgendeiner Stelle denken, „Hey, das sehe ich jetzt aber ganz anders“, dann freuen wir uns, wenn ihr eure Gedanken und Meinungen unter
www.facebook.com/laru.nds und
www.laruonline.de mit uns und dem Landesverband teilt.
Viel Spaß mit dem neuesten laru wünscht

Mika

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