Am Übergang zwischen Jugend und Erwachsensein – die R/R-Stufe

Die R/R-Stufe umfasst alle Mitglieder unseres Bundes im Alter von 16 bis 25 Jahre.  Für eine so große Zielgruppe ansprechendes Programm zu gestalten ist nicht immer leicht. Doch die Heterogenität bietet auch große Chancen.

Von Matze
Moot2012_Matthias Türk
Letztes Jahr fand über Himmelfahrt in Immenhausen zum ersten Mal seit dem Jahr 2003 wieder ein Moot unseres Bundes statt. Viele von euch waren dabei, hatten Spaß und haben hoffentlich viele neue Erfahrungen gemacht. Für uns als Planungs-Team waren die Vorbereitungen nicht immer einfach. Wir waren uns nicht sicher, wie viele und welche R/Rs aus dem BdP sich anmelden würden – und wie viele letztendlich erscheinen würden. Vom vorherigen Moot waren vor allem viele spontan erscheinende Teilnehmer und einige Alkoholprobleme in Erinnerung geblieben. Konkrete Erfahrungen, wie gut beispielsweise die Einteilung in Kochgruppen funktionierte, fehlten dagegen völlig. Vor allem der Bereich Programmgestaltung war schwierig. Würden sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer des letzten Moots anmelden und den Altersschnitt der Veranstaltung stark anheben? Wie gut würden die jungen R/Rs das Moot annehmen, welche die Version von 2003 nur aus Erzählungen kannten? Und vor allem: Wie sollte das Programm gestaltet sein, um
allen Teilnehmenden gerecht zu werden? Wir entschieden uns, in Anlehnung an das letzte Moot, für ein AG-System, in dem alle Programm anbieten konnten, die Lust dazu hatten und dieses um einige zentrale Elemente wie die LV-Olympiade zu ergänzen.

Alle bringen etwas ein – alle nehmen etwas mit.

Damit nutzten wir eine der zentralen Stärken der R/R-Stufe. Wir versuchten, die Stärken und Fähigkeiten jedes einzelnen anzusprechen und jedem die Möglichkeit zu eröffnen, sich einzubringen. Dieses System stand ein wenig auf wackeligen Füßen, denn wir waren auch darauf angewiesen, dass sich alle einbrachten und Programm anboten. Doch anders wäre es auch nicht möglich gewesen, Programm für über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu organisieren. Schlussendlich war es ein großer Erfolg. Auch wenn sicherlich noch mehr Angebote wünschenswert gewesen wären und viele AGs erst in letzter Sekunde bei uns eintrudelten, so gab es doch zahlreiche spannende Programmangebote. Alle die dabei waren, konnten erleben, was die R/R-Stufe ausmacht und fünf tolle Tage erleben – über alle Altersgrenzen hinweg.

Aktivitäten spannend und unabhängig vom Alter?

Ein zentraler Schwerpunkt in der Ranger/Rover-Arbeit ist, dass nicht ein Gruppenleiter für seine Gruppe Programm gestaltet – sondern alle in der Gruppe gemeinsam und füreinander Programm machen. Selbstverständlich gibt es dabei unterschiedliche Interessen in unterschiedlichen Altersstufen. Deshalb sind die Mitglieder der Runden in den R/R-Stufen der Stämme vor Ort ja in der Regel auch im gleichen Alter. Trotzdem können fast alle Aktivitäten auch in unterschiedlichen Altersstufen Spaß machen. Warum sollen nicht R/Rs zwischen 16 und 25 gemeinsam Kuscheltiere nähen oder Pralinen herstellen?
Und nicht zuletzt ist es die R/R-Stufe, in der man an der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. Es ist die Zeit zwischen 16 und 25, in die bei den meisten von uns die der Schulabschluss, der Beginn der Berufsausbildung und vor allem die Findung der eigenen Identität fällt. Hier kann die R/R-Stufe hilfreich sein, indem sie viele unterschiedliche Erfahrungen ermöglicht und jungen Menschen die Chance gibt, sich auszuprobieren. Ältere R/Rs können bereits gemachte Lebenserfahrungen weitergeben und Jüngere auch konkreteren Fragestellungen weiterhelfen. Schon oft habe ich erlebt, das ganz beiläufig Erlebnisse ausgetaucht wurden, die jungen R/Rs unmerklich helfen, die Angst vor der Abschlussprüfung zu verlieren oder das richtige Berufsbild zu finden. Ich hoffe, dass die R/R-Stufe diese Stärke in Zukunft vielleicht noch stärker ausspielen kann.

Vielfältigkeit als Herausforderung und Chance

Und obwohl es nicht immer einfach ist, Programm für eine so große und vielfältige Zielgruppe wie die R/R-Stufe zu gestalten, macht es mir immer wieder viel Freude, diese Herausforderung anzunehmen. Denn gerade diese Vielfältigkeit kann man sich zu Nutze machen, um die Herausforderung anzugehen und allen ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten. Und dann fährt man auch selbst mit einem Lächeln im Gesicht wieder nach Hause.

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