Wo ist die Zeit geblieben?

Ein Rückblick auf den Vorkurs Mitte 2013.

Von Jascha

„Ihr seid doch bekloppt. Bei dem Wetter könnt ihr das doch nicht durchziehen. Ihr müsst den Kurs absagen. Das ist unverantwortlich bei der Kälte noch anzufangen.“ „ Verantwortungslos und verrückt nenne ich das was ihr vorhabt, ich würde das bei dem Wetter nicht machen.“ „Ist dir bewusst, dass es die ganze Woche frieren soll?“

„Cool, dass ihr das trotz dem Wetter versuchen wollt.“ „Ich wünschte, ich könnte mit euch kommen.“ „Wir sind stolz auf euch, dass ihr das bei der Kälte durchzieht.“ „Viel Glück und wenig Erfrierungen.“ „Nehmt noch ein paar Decken.“ „Braucht ihr noch irgendwas?“

Diese Ausdrücke und Sätze treffen in etwa den Tenor, der mir in den letzten zwei Wochen vor dem Vorkurs entgegenschlug. Ablehnung und Kritik in einem Anruf, der nächste voll Motivation und Unterstützung. Es irritiert einen doch ein wenig, wenn einem so verschiedene Ansichten entgegenschlagen.

Auffällt ist, dass die positiven Anrufe zumeist von Eltern kamen, die Negativen meist von Pfadfindern und alten Hasen. Seltsam, nicht wahr? Dass diejenigen, die all das schon selber erlebt haben, glauben uns Vorschriften machen zu müssen. Und diejenigen die keine Ahnung haben, die sonst übervorsichtig sind, uns den Rücken stärken. Aber weiter im Text.

Wir als Team und auch in der Kursleitung waren uns einig, dass der Kurs stattfinden solle. Wegen der Unterstützung, aber auch trotz der Ablehnung. Wir wollten es zumindest versuchen. Schon während des Vortrupps merkten wir, dass die alten Hasen in einem Punkt Recht hatten: Es würde verdammt kalt werden. Anwanderung im Schnee, ich war nicht dabei, aber aus meinen Wanderungen im Schnee und dem Wetter auf dem Platz ahne ich ungefähr, was die Gruppen erlebt haben. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Vorkurs Mitte

Und der Schnee blieb uns erhalten. Die ganze Woche. Genauso wie die Kälte. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass wir bis zu -15°C in der Woche hatten. Aber der Kurs ging weiter. Vielleicht kältebedingt ein wenig langsamer, als bei besserem Wetter, aber weiter. Wir waren und sind uns darin einig, dass die Kälte und der Schnee die Stimmung auf dem Kurs nicht runtergezogen haben. Das war uns wichtig. Außerdem war es ein Zeichen für uns den Kurs fortzusetzen.

Die Reise an Momos Seite und der Kampf gegen die grauen Männer gingen weiter. Gemeinsam mit Momo, Beppo und Kassiopeia rüttelten wir die Dorfbewohner und das Team aus dem Bann der Zeiträuber. Vormittags lernte jeder einzelne die Aufgaben in einer Sippe. Kochen, navigieren, Knoten und Bünde, den Umgang mit Material, Chronik schreiben und Feuer machen.

Mittags kochen die Sippen auf dem Feuer. Wer kein Feuer zustande bekommt, muss kalt essen. In diesem Fall sogar eiskalt. Aber zum Glück für die Gruppen ist Schnee nicht nass und keine hatte Probleme damit.

Und mit dem Finalen Nacht-Gelände-Spiel und dem Sieg über die grauen Männer endet auch der Vorkurs Mitte 2013.

Mir bleibt jetzt nur noch dem Kursmotto getreu zu fragen:

Wo ist die Zeit geblieben?

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