Zu schön um wahr zu sein oder no body is perfect.

Anregungen für Gruppenstunden zum Thema Schönheit.

Von Lisa
Muskulöser „Er“ mit Waschbrettbauch sucht schlanke „Sie“, am liebsten 90-60-90, zum gemeinsamen Hajken über Pfingsten?

Solche überzogenen Schönheitsideale gibt’s nicht bei den Pfadfindern? Das stimmt vielleicht. Aber wenn die durch die Medien propagierten Ideale so nicht gelten, wer oder was ist dann eigentlich schön? Wen findest du schön? Bist du selbst schön?

Klar. Unter Schönheit versteht jede und jeder etwas anderes und jeder Mensch hat verschiedene Seiten (körperliche und persönliche), die auf andere attraktiv und interessant wirken. Dieses Empfinden ist sehr individuell, aber auch kulturell geprägt. Wusstest du zum Beispiel, dass im 16. Jahrhundert (zu Shakespeares Zeit) schwarze Zähne als schön galten, weil ein hoher Zuckerkonsum auf Reichtum schließen ließ?
Schönheitsideale sind gerade im Pfadfinder- und Roveralter unglaublich wichtig und beschäftigen uns mehr als wir denken, in der Schule noch mehr als bei den Pfadfindern. Die wenigsten hinterfragen im Alltag allerdings, warum gerade das, was man im Fernsehen oder in Zeitschriften sieht, die Schönheitsideale sind, nach denen jeder streben sollte.
Im Folgenden findet ihr ein paar Ideen, um euch in einer Gruppenstunde mit dem Thema Schönheit zu beschäftigen.

Schönheit hat viele Gesichter

Um der Frage nachzugehen, was „schön“ ist, könnt ihr unterschiedliche Bilder von Menschen aus Werbung, Showgeschäft, Menschen auf der Straße, Schere, Tonkarton, Kleber und Stifte bereitstellen und gemeinsam Bilder von solchen Menschen heraussuchen, die ihr schön findet. Schreibt auf, was euch an den ausgewählten Bildern gefällt und tauscht euch darüber aus, was ihr „schön“ findet. Wahrscheinlich wird dabei viel mehr zusammen kommen, als glatte, jugendliche Schönheit. Ausdruck, Mimik und eine positive, selbstbewusste Ausstrahlung sind wichtig dafür, was als schön empfunden wird, weil sie etwas über den Menschen aussagen.
Im Anschluss an die Bilderwahl kann sich eine Person zur Verfügung stellen, deren Körperumriss ihr auf einem großen Papier nachzeichnet. Dann füllt ihr den Umriss mit dem, was ihr äußerlich und innerlich an anderen Menschen schön findet (z.B. Lachen oder Freundlichkeit). Ihr könnt den gefüllten Körper betrachten und überlegen, welche Eigenschaften auf euch zutreffen.

Spieglein, Spieglein…

Eine Möglichkeit, eine sehr kritische Haltung in Bezug auf das eigene Aussehen zu überwinden, ist die Rückmeldung durch Andere. Ihr könnt die Übung mit einer Geschichte rahmen: Auch in Ländern, in denen die Menschen keinen Spiegel haben, sind sie oft sehr schön gekleidet. Ihr Spiegel sind die anderen Menschen. In diesem Sinne notiert jedes Gruppenmitglied für alle anderen eine Eigenschaft, einen Charakterzug, eine Begabung oder ein äußerliches Merkmal, die er oder sie an der anderen Person schön findet. Diese Komplimente werden in Briefumschläge gesteckt und an die Adressaten gegeben. Die Kommentare werden nun gelesen. Jeder überlegt sich nun Symbole für das Gesagte und malt diese auf den Rand einer Spiegelfliese. So entstehen Spiegel, die mit den Symbolen am Rand daran erinnern, was andere an euch schön finden.

Sind Jungen zufriedener mit sich als Mädchen?

Fast drei von vier Jungen (72 %) fühlen sich in ihrem Körper wohl, bei den Mädchen ist es nur knapp die Hälfte. Das ergab die Studie zur Jugendsexualität 2010 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA).

Was meint ihr, woher dieser beachtliche Unterschied kommt? Sind die Schönheitsideale, die von den Medien präsentiert werden und der dadurch ausgeübte Druck daran Schuld?

Was noch?
Was ist eigentlich Zufriedenheit oder woher kommt sie? Wie könnte man sie erreichen oder steigern?

Sag‘ uns Deine Meinung! Hier gleich bei den Kommentaren!

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