Vorwort zum laru ausgabe zwei zweitausendzwölf

Äußerlichkeiten und Schönheit, Körperfunktionen, Körperkontakt – spannende Themen, gerade, wenn man sie während Pfadfinderaktivitäten betrachtet. Deshalb geht es im laru dieses Mal auch sehr körperlich zur Sache.

von Chrise

Bodycheck hieß einmal eine Rubrik in der BRAVO. Dort lichteten sich nackte Teenager ab und beantworten Fragen zu ihrem Liebesleben. In der Medizin ist der Bodycheck eine Ganz-Körperuntersuchung, in der mittels Abtasten verschiedene Körperfunktionen getestet werden. Beim Eishockey bezeichnet der Bodycheck einen besonders harten Körpereinsatz gegen einen anderen Spieler.
Als wir beim letzten Redaktionstreffen im August überlegt haben, welchen Schwerpunkt dieser laru bekommen soll, hatten wir zum Thema „Körper“ gleich so viele gute Ideen und Einfälle, dass es schnell beschlossene Sache war. Wie ist das eigentlich mit körperlichen Einschränkungen bei den Pfadfindern? Ist barrierefreies Pfadfinden in der Praxis überhaupt möglich? Kuscheln wir zu viel? Bei all den verrauchten Jurten, Sonnenbränden, Erkältungen, Zeckenbissen und zu schweren Rucksäcken und Affen – Ist Pfadfinden eigentlich gesund? Tun wir etwas gegen den Gruppenzwang, wenn es um Aktionen wie Kleiderketten, gemeinsame Saunabesuche, aber auch intensive Körperkontaktspiele geht? Welchen Stellenwert haben Kräftemessen und körperliche Wettkämpfe bei uns und anderen Jugendverbänden? Wie ist es, an die eigenen Grenzen zu gehen, nicht auf den eigenen Körper zu hören, sondern diesen für die Gruppe bis aufs Letzte auszupowern?
Leider konnten wir nicht alle Ideen weiterverfolgen, das hätte a) dieses Heft gesprengt und b) mehr Leute benötigt, die sich um all das kümmern. Herausgekommen ist dennoch ein sehr vielfältiger Bodycheck. Lasst Euch überraschen, was wir aus den Ideen gemacht haben. Erstmals gibt es auch eine Fotostrecke im laru: einen exklusiven Einblick in die Körperkultur unseres Landesverbandes bekommt ihr sogar in Farbe. Im zweiten Teil des Heftes geht es unter anderem um Grenzerfahrungen in Namibia, den Alltag eines Pfadfinders bei der Marine und einen sensiblen Blick für mögliche Kindeswohlgefährdungen. Und weil es am spannendsten wird, wenn es ums Geld geht, haben wir für Euch den Bundeslager-Schatzmeister Timo Barfknecht interviewt.
Eine hoffentlich interessante Mischung für die Herbst- und Winterlektüre. Wir hoffen, dass wir Euch auch weiter mit solchen larus versorgen können. Das wird nur gehen, wenn noch mehr Leute Lust haben, mitzumachen. Wie ihr Euch einbringen könnt, erfahrt ihr ebenfalls im Heft.
Aber jetzt erst einmal viel Spaß dabei, den Körper auf dem Sofa zu entspannen, jetzt wird erst einmal nur der Kopf benötigt und maximal zwei aufgestellte Arme, um den laru in den Händen zu halten.

Chrise

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