Wie ein Wölfling Kassenprüfer wurde

Ein Einblick in die Stammesvollversammlung der Aldenburger

von Michi

Wie bereitet man Wölflinge gut auf eine Stammesvollversammlung vor? Als ich vor ein paar Wochen die Anfrage bekam, für den laru einen Artikel über unsere Stammesvollversammlung zu schreiben vor dem Hintergrund, dass diese so „wölflingsgerecht“ sei, musste ich erst mal überlegen, ob sie das denn wirklich ist.

Verstehen die Wölflinge was sie da tun?

Sicher, bei uns ist es schon immer üblich gewesen, dass die Wölflinge bei der Stammesvollversammlung mit dabei sind, denn ohne wären wir vermutlich auch in den sel-tensten Fällen beschlussfähig, denn die Wölflinge sind ja häufig die größte Gruppe im Stamm. Doch verstehen die Wölflinge, was sie dort tun? Wissen kann man das wohl nicht, denn es lässt sich so schlecht in die Köpfe der „Kinder“ reingucken. Aber wir geben jedes Jahr wieder unser Bestes, unsere Meute gut auf die Stammesvollversammlung vorzubereiten und nutzen den Anlass, um in der Meutenstunde auch ein wenig „Pfadfindertheorie“ zu vermitteln. In diesem Jahr haben wir uns beispielsweise für ein Spiel entschieden, bei dem die Wölflinge, in Gruppen aufgeteilt, die verschiedenen Posten im Stamm mit den jeweiligen Zuständigen in Form von Puzzleteilen zusammensammeln mussten. Um diese Teile zu erhalten, konnten sie auf einem Spielfeld immer weiterrücken und entweder eine Wissensfrage beantworten oder eine Actionaufgabe bewältigen. Da war zum Beispiel die Frage: „Wo wählen wir die LDV-Delegierten und was tun die da?“ Die Antwort musste dann anhand einer zugehörigen Nummer im Stammesheim gesucht werden. Zum Schluss hieß es dann: Die Gruppe, die als erstes alle Puzzleteile zusammen hat und den Aufbau des Stammes richtig zusammengesetzt hat, hat gewonnen! Außerdem wurde noch eine größere Ausfertigung des Aufbaus auf ein Plakat geklebt und dabei erklärt, wofür die Posten so da sind und dass man beispielsweise die Stammesführung auf der Vollversammlung alle 2 Jahre wählt.

„Das hat Spaß gemacht. Erst war es etwas schwer zu verstehen, welche Zahlen wozu gehörten aber am Ende habe ich einen guten Überblick gehabt.“

Am 22.01. war es dann bei uns mal wieder soweit. Die Stammesvollversammlung stand an. In diesem Jahr haben wir uns dazu entschieden, einen Elternabend gleich mit ran zuhängen und so standen um 15 Uhr Eltern und Mitglieder bereit, um dem was kommen sollte, zu lauschen. Den Eltern wurden dann erst einmal Bilder und Filme aus dem vergangenen Jahr und über Pfadfinder generell gezeigt, während die Stammesmitglieder im Stammesraum gespannt Kai zuhörten. Natürlich wurde am Anfang nochmal erklärt, warum wir überhaupt da sind und vor jedem Programmpunkt hat Kai berichtet, was als Nächstes passiert. Uns ist es auch wichtig, dass zum Beispiel zur LDV sich Wölflinge als mögliche Delegierte aufstellen lassen können und vor allem die Sipplinge sich mit dieser Möglichkeit auseinandersetzten, damit sie unsere Arbeit besser kennenlernen und verstehen. Auch als Kassenprüfer sind eigentlich immer Wölflinge oder Jungpfadfinder dabei, wie in diesem Jahr zum Beispiel Matthis, der bei seiner Wahl zum Kassenprüfer im vergangen Jahr noch Wölfling war und nun Jungpfadfinder ist. Bei seinem Bericht sagte er: „Das hat Spaß gemacht. Erst war es etwas schwer zu verstehen, welche Zahlen wozu gehörten aber am Ende habe ich einen guten Überblick gehabt.“ Als es dann um die Neuwahlen fürs nächste Jahr ging, sagte er gleich: „Ich kann euch das dann zeigen. Jetzt weiß ich ja, wie es geht.“

Kaffee, Kuchen, „Hannes“ und ein Ausblick zum Abschluss

In diesem Jahr gab es für uns noch die weitere Besonderheit. Seit einigen Monaten haben wir zwei Kinder mit Down-Syndrom in der Meute, von denen eines zur Versammlung gekommen ist. Da musste man ab und zu etwas helfen oder etwas einfacher erklären, was da vor sich geht. Aber geklappt hat auch das! Zum Schluss haben wir uns dann mit

Jan, 12 Jahre, Sippling und Meutenführerassistent. Auf die Frage: „Was hat dir an der Stammesvollversammlung gefallen?“: „Da trifft man viele Leute aus dem Stamm, die man sonst nicht so sieht und ich finde gut, dass jeder mitwählen darf!“

den Eltern zusammengesetzt, welche währenddessen schon Kaffee und Kuchen zu sich genommen hatten. Nachdem auch die hungrigen Münder unserer Mitglieder gestillt worden waren, haben wir dann zunächst mit den Eltern ein paar Spiele gespielt und für die Kleinen war es sehr amüsant die Eltern beispielsweise „Hannes“ spielen zu sehen. Zum Schluss gab‘s dann für alle noch eine Vorschau auf nächste Jahr und auch unsere Rüstkammer konnte ein wenig unter die Lupe genommen werden, sodass der ein oder andere noch ein neues Stammes-T-Shirt oder Messer abstauben konnte. Als in allem ein gelungener Tag, und eine dann auch gar nicht mehr ganz so langweilige Stammesvollversammlung, bei dem hoffentlich jeder am Ende wusste, wofür er seine Hand gehoben hat.

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