Ranger und Rover sein – Moot

 
von Lars und Maria

Was ist „Moot“?

Gibt man die Worte „Moot“ und „Pfadfinder“ bei diversen Internetsuchdiensten ein, so erhält man 3,36 Millionen Einträge, zusammen mit dem Wort „Scout“ nur noch 1,1 Millionen. Wie viele Antworten kämen in deinem Stamm zusammen? Bestimmt weit weniger.

„Moot“ kommt aus dem Altenglischen und ist eine Substantivierung des Verbs „to meet“, bedeutet demnach „Das Treffen“. In der Pfadfinderbewegung bezeichnet es meist nationale oder internationale Treffen der R/R-Stufe. Für Ranger und Rover kann ein Moot aber weit mehr sein, als nur ein Treffen: Abenteuer, Internationalität, Freundschaft oder gar Herausforderung.

Mit unserem Artikel wollen wir euch zeigen, was ein Moot mit dem R/R-Sein zu tun hat und auf das anstehende BundesMoot 2012 in Immenhausen sowie das viel größere World Scout Moot 2013 in Kanada aufmerksam machen.

BundesMoot 2012 in Immenhausen [16. – 20.05.2012]

Das erste und bislang einzige BundesMoot ist bereits 9 Jahre her. Unter dem Zeichen der Kuh versammelten sich im Jahr 2003 fast 500 Ranger und Rover aus ganz Deutschland und verbrachten grandiose 5 Tage in Immenhausen. Lieferten sich Bobby Car rennen, besuchten zahlreiche AGs, spielten Volleyball, und diskutierten mit Amnesty International, dem Kasseler Stadtjugendring und einem Jungoffizier der Bundeswehr sowie Vertretern verschiedenster Arbeitskreise des BdP. Das Ganze wurde von der Stiftung Pfadfinden gefördert und liest sich wie ein riesiger Erfolg (siehe auch Logo Ausgabe 2/2003 im Artikel von Christian Koch).

Die damalige Motivation zum „mo03“ war wohl dem „Neuen Stufenbewusstsein“ sowie dem damit etablierten R/R-Abzeichen zu verdanken. Ein elfköpfiges Team plante anderthalb Jahre daran und nur mit vielen helfenden Händen ließ sich dieses bisher einmalige Event ausrichten. Für 2006 war ein zweites BundesMoot angedacht, jedoch ist die Planung leider im Sande verlaufen.

Nichts desto trotz wagte sich unser Bundesbeautragter für die R/R-Stufe Olli bereits 2011 erneut an die Idee heran und fand Hilfe bei der BundesRunde und Emmi vom Stamm Weiße Rose, Dortmund, sowie einigen LB R/R der Landesverbände. Ende Dezember war es endlich soweit, erste Anmeldungen wurden verschickt und ließen das Projekt greifbar werden. Eingeladen sind alle Ranger und Rover im Alter von 16 bis 25 Jahren und man rechnet wieder mit etwa 500 „mootigen“ Teilnehmern.

14th World Scout Moot 2013 in Kanada [8. –18.8.2013]

Das World Scout Moot ist ein Weltpfadfindertreffen für Ranger und Rover im Alter von 18 bis 25 Jahren. Es findet in der Regel alle vier Jahre in einem anderen Land statt.

Das letzte 13th World Scout Moot wurde 2010 in Kenia, in der Nähe der Hauptstadt Nairobi ausgerichtet und der BdP bildete mit 22 Teilnehmern das größte der drei Kontingente im Ring. Insgesamt tummelten sich 1800 R/Rs aus der ganzen Welt zwei Wochen auf dem Zeltplatz vor dem Weltbüro. Alle hatten die Möglichkeit tolle Eindrücke zu gewinnen, sich mit völlig anderen Kulturen auseinanderzusetzen und Menschen aus aller Welt kennenzulernen. Das Programm bestand unter anderem aus Bäume pflanzen, einem „Run with the stars“, bei dem man mit kenianischen Läufern eine Strecke ablief, sowie dem Spielen mit kenianischen Schulkindern.

Mit dem Eintritt in die Ranger/Rover-Stufe verändert sich nicht nur die Gruppenstruktur, aus Sippe wird Runde, sondern auch der Inhalt der Gruppenstunden. Das Neue Stufenbewusstsein beschreibt unsere Inhalte unter anderem mit Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Spiritualität. Wenn wir diese Inhalte in der wöchentlichen Rundenstunde nur indirekt und auch eher selbstverständlich in unserem Programm leben, so bietet doch ein großes internationales Lager, wie das World Scout Moot, tolle Möglichkeiten, die Bedürfnisse und Sehnsüchte eines jeden Rangers und Rovers zu befriedigen. Beim Eintritt in die Ranger/Rover-Stufe befinden wir uns in einem Alter, indem uns die Neugier antreibt. Die gewohnte Umgebung verliert ihren Reiz, wir sind auf der Suche nach neuen Erfahrungen, testen unsere Grenzen aus, wollen aber auch neue Verantwortung übertragen bekommen. Wir wollen die Welt entdecken und fordern Selbstbestimmung ein.

Die Selbstverantwortung kann man schon bei der Anmeldung zum Moot übernehmen, meist wird das Ganze nämlich nicht mehr über den Stamm organisiert. Auch bei der Planung der Vor- oder Nachtour ist Eigeninitiative gefragt. Eine großartige Chance, ein Land einmal von einer ganz anderen Seite und auf selbstbestimmte Weise kennenzulernen. Trifft man sich dann im Standlager mit Rangern und Rovern aus aller Welt und lernt das Lagerleben kennen, merkt man schnell, dass man Initiative ergreifen muss und sollte, um die angebotenen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Das Aufeinanderzugehen kostet im ersten Moment vielleicht Überwindung, belohnt dann aber schnell mit Einblicken in neue Kulturen und Gewohnheiten. Es erweitert den eigenen Horizont und ermöglicht es, sich als Rover auf eine ganz andere Art zu entfalten als es auf Stammesfahrten möglich ist. Einfach mal wieder Teilnehmer sein zu dürfen – für viele von uns ein fast schon vergessenes Gefühl. Von den gesammelten Erfahrungen und Eindrücken wird man im Alltag noch lange zehren und noch sehr viel länger schwärmen.

 

Neuste Infos zu R/R-Themen findet ihr auch unter: www.facebook.com/BdP.RangerRover.

Den Artikel zum BundesMoot aus der LOGO 2/2003 findet ihr unter: http://tinyurl.com/7tesbj8.

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2 Kommentare

  1. Wo wurde denn das Kohtenbild aufgenommen????

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