Kreative Spiele für die Gruppenarbeit

In diesem laru stellen wir euch vier Ideen für die Gruppenarbeit vor. Sie stammen aus Methodenbüchern, die in der LGS ausleihbar sind und die noch viele weitere Ideen beinhalten.

zusammengetragen von Pino

Verjüngungskur

EINSATZ: z. B. auflockern, sich kennenlernen, in Kontakt kommen
GRUPPE: 8 bis beliebig viele Personen
DAUER: 10 Minuten
MATERIAL: keins
VORBEREITUNG: keine
ABLAUF: Alle gehen für sich auf der Spielfläche umher und sollen sich dabei vorstellen, dass sie ziemlich alt sind und eine Verjüngungskur gebucht
haben. Auf dem Kurgelände treffen sie weitere Kurgäste. Nach Anleitung der Spielleitung begrüßen sich die 80-Jährigen höflich (mit dem Kopf zunicken). Im weiteren Verlauf werden die Kurgäste immer jünger und begrüßen sich – nach Anleitung durch die Spielleitung – mit den entsprechenden Gesten:
70 Jahre – rechte Hand vorsichtig anheben,
60 Jahre – sich fröhlich zuwinken,
50 Jahre – jeder Person, die einem begegnet beide Hände schütteln,
40 Jahre – jedem förmlich die Hand schütteln,
30 Jahre – jedem anerkennend auf die Schulter klopfen,
20 Jahre – mit jeder Person, der man begegnet folgenden Dreischritt machen: A schlägt von oben auf B’s geöffnete Hand, dann umgekehrt, dann schlagen beide senkrecht ihre Hände gegeneinander,
10 Jahre – jemanden heimlich nachmachen, aber so, dass die Person nichts merkt.
VARIATION: eigene Begrüßungsrituale entwerfen oder mit den Spielern entwickeln.

 

Steine schütteln

EINSATZ: z. B. auflockern, motivieren, aufwärmen, Fantasie anregen,
in Bewegung kommen, Müdigkeit abschütteln
GRUPPE: 4 bis beliebig viele Personen
DAUER: 5 – 10 Minuten
MATERIAL: keins
VORBEREITUNG: keine
ABLAUF: alle Spieler und die Spielleitung stehen im Kreis. Die Spielleitung hebt nun einen kleinen, imaginären(!) Stein vom Boden auf und fordert die Spieler auf das Gleiche wie sie zu tun. Nun steckt die Spielleitung den Stein in den Mund, schluckt ihn herunter und schüttelt ihn anschließend durch den ganzen Körper, bis er schließlich am rechten Fuß wieder herauskommt. Auf seinem Weg rutscht der Stein mal schnell und mal langsam, bleibt hängen (stärker schütteln), stößt gegen etwas anderes… Nachdem der Stein am rechten Fuß herausgekommen ist, wird er wieder aufgehoben und soll nun zum linken Fuß herauskommen. Anschließend geschieht der gleiche Ablauf mit der rechten und linken Hand.

 

Beide Spiele aus: Funke, Amelie: Vorstellbar. Methoden von Schauspielern und Regisseuren für den ganz normalen Trainer. managerSeminare Verlags GmbH Bonn, 2006, 49,90 €; in der LGS ausleihbar

Prioritätenspiel

EINSATZ: Einstellungen und Gelerntes zu einem Thema deutlich machen, begründen und Austauschen
GRUPPE: Kleingruppen zu je 4 Personen
DAUER: ca. 30 – 60 Minuten
MATERIAL: Vorgefertigte Aussagen auf Karteikarten
VORBEREITUNG: keine
ABLAUF: Die Teilnehmenden werden in Kleingruppen zu jeweils 4 Personen eingeteilt. Die Gruppen bekommen (ca. 10) Aussagen zu einem Themenbereich, die einzeln auf Karteikarten stehen. Im Anschluss folgt eine Diskussion in den Gruppen. Dabei werden im Laufe (4) unwichtigere Aussagen weggelegt und die restlichen (6) Aussagen werden in eine Rangfolge (von 1–6) gebracht, wobei auf 1 die wichtigste Aussage ist. Danach wird das Ergebnis im Plenum vorgestellt und begründet. Beispiele für Themen: was macht eine gute Gruppenstunde aus? Wie können wir auf dem Lager Unfälle verhindern? Mögliche Fragen zur Auswertung: War es möglich, eine Reihenfolge herzustellen oder waren manche Punkte gleich wichtig? Haben Punkte gefehlt? Wie kam die Gruppenentscheidung zustande? Bin ich/sind alle mit der Reihenfolge einverstanden?

 

Projektmanagement-Spiel

EINSATZ: Aktivierung, Anregen von Teamarbeit und  -gedanken (Optimierung der Projektarbeit durch Koordinierung der anfallenden Projektaufgaben
GRUPPE: 6 – 12 Personen, bei mehr Personen werden zwei Gruppen gebildet
DAUER: ca. 10 Minuten
MATERIAL: kleiner Ball, Stift, Lineal, gefalteter Zettel, ein mit Wasser halbvoll gefülltes Glas
VORBEREITUNG: keine
ABLAUF: Die Spieler stehen im Kreis. Das erste „Projekt“ (Ball; Symbol für Zusammenarbeit) wird ins Spiel gebracht und einer beliebigen Person im Kreis zugeworfen. Diese Person wirft den Ball zügig weiter und so fort. Etwa 30 Sekunden später bringt die Spielleitung das nächste „Projekt“ (Stift; symbolisiert die alltägliche Routinearbeit) zusätzlich in den Kreis ein. Dieser wird im Uhrzeigersinn weitergegeben, während der Ball weiterhin geworfen wird. Wiederum nach 30 Sekunden kommt das dritte „Projekt“ hinzu (Lineal = allgemeine Gremienarbeit), welches gegen den Uhrzeigersinn im Kreis herum gegeben wird (der Ball wird weiterhin geworfen, der Stift im Uhrzeigersinn herumgegeben). Weitere 30 Sekunden später kommt das vierte „Projekt“ ins Spiel (gefalteter Zettel, ein „Projekt“, mit dem niemand zu tun haben möchte). Dieses soll irgendeiner Person im Kreis zugesteckt werden, ohne dass diese dies merkt (alle anderen Projekte laufen weiter). Zum Schluss kommt zusätzlich das halb volle Glas mit Wasser ins Spiel. Wer es in der Hand hält, muss mit dem Glas in der Hand zu einer anderen Person gehen, es ihr übergeben und mit ihr den Platz tauschen.
TIPP: Gegenstände, „Projekt“ und Handlung auf ein großes Plakat schreiben, damit die Spieler sich orientieren können.

 

Aus: Wendorff, Jörg A.: Das LEHRbuch. Trainerwissen auf den Punkt gebracht. ManagerSeminare Verlags GmbH Bonn 2009, 49,90 €; in der LGS ausleihbar
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