Retter der Welt

Ein Bezirk auf Großfahrt und sein Kampf gegen den Wackelpudding.

von Mola und Uschi

Am 15. Juli 2010 machten sich 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bezirks Harz- Heide mit dem Bus auf den Weg ins rund 1000 km entfernte Ungarn. Trotz der Strapazen der Busfahrt kamen wir am nächsten Tag gut gelaunt im Grenzort Esztergom an und wurden nach einer kurzen Instruktion auf den Weg geschickt. Geld umtauschen, Karten kaufen und in der Donau baden waren die ersten Prioritäten. Später machten sich die sieben Wandergruppen auf den Weg, um sich erst im Lager wiederzusehen. Unterwegs hatte jeder Gelegenheit, in der ein oder anderen Form die ungarische Gastfreundschaft zu erleben. Einige von uns lernten ungarische Pfadfinder kennen, durften sogar in deren Stammesheimen nächtigen und wurden zum Kanu fahren auf der Donau eingeladen. Andere badeten mehr als dass sie wanderten, und hatten von einem netten Tennisspieler einen Platz zum Schlafen bekommen. Völlig gleich, ob man über die Berge, die Donau entlang oder durch die Slowakei wanderte, am Ende kamen wir nach 11 Tagen alle mehr oder weniger wohlbehalten, aber immer mückenzerfressen, auf dem Lagerplatz in der Nähe von Budapest an.

Auch wenn der Platz nicht perfekt war, tat dies dem Lager keinen Abbruch. Dummerweise war da noch die hiesige Mafia, die den Plan hatte, alles Wasser der Welt in Wackelpudding zu verwandeln. Unser Ziel war es dann, Wladimir Waschbecken, Boris die Klinge und Sergej dingfest zu machen und so ihren Plan zu vereiteln. Auf unserer Jagd nach den Mafiosi kamen wir zufällig in Budapest vorbei und konnten bei der Suche gleichzeitig die schöne Stadt in Augenschein nehmen.

Wegen der großen Gefahr für die Menschheit hatten wir viele Ideen, um die Pläne der Mafia zu durchkreuzen, zum Beispiel, in ihre Kreise einzuheiraten. Nachdem diese Lagerhochzeit bereits für ein echtes Highlight gesorgt hatte, bildete ein großes Charity-Konzert den krönenden Abschluss. Mit Hilfe der Spendenhotline sollte so das Projekt der Mafiaverfolgung finanziert werden. Die Bösewichte, die das zu verhindern versuchten, wurden schließlich vom FBI festgenommen und zusammen mit Gerhard Delling und Günter Netzer verhaftet.

Im Endeffekt kann man sagen, dass unsere Bezirksgroßfahrt 2010 somit ein Riesenerfolg war und jeder bereits die nächste gemeinsame Aktion herbeisehnt.

Die Qualität des Lagerplatzes wurde von den drei extra engagierten und eingeflogenen Rappern M.o.LA (auch bekannt als „Master of Los Angeles“), Olli T. und McUschi wie folgt zusammengefasst:

Wir strotzten zwei Wochen mit’m Rucksack durch Ungarn,
Doch es war nicht so geil, als wir auf dem Platz ankam’n.
Denn selbst wenn man hier zelten wollte,
Wüsst’ ich nicht, wo man hier zelten sollte.

Und ebene Flächen, die gab es kaum,
Und wenn es doch mal eine gab, dann stand da ein Baum.
So steh’n die Zelte jetzt ziemlich weit verteilt
Und darum sind auch die Wege recht weit.

Und dann das Krabbelvieh, ey ich könnt echt kotzen,
Doch es hilft ja nix, die Dinger anzumotzen.
Wär ja auch egal, die würden mich ja nicht versteh’n
Und ich kann hier einfach nicht barfuß geh’n.

Apropos barfuß geh’n, das tät’ ich in den Duschen nicht,
Denn die sind wirklich widerlich.
Und auch die Klos sind nicht besser, die sind alle defekt,
Und die Spülkästen nach und nach verreckt.

N’ kleines Fazit bisher, der Platz ist echter Scheiß,
Doch das macht mir nix aus, denn ich weiß:
Mit den richtigen Leuten geht die Party steil,
Weil HARZ – HEIDE IST GEIL!

Und so gibt’s nur einen Grund, der mich wirklich wütend macht,
Und das sind: 4 Euro 80 die Nacht!
Doch es bringt ja nix, sich jetzt aufzuregen,
Denn es ist unbezahlbar, was wir mit euch hier erleben.
So hat das Lager nen’ fetten Style,
Weil HARZ – HEIDE IST GEIL!

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