[ko:tǝ]

von Chrise

Wie schreibt man eigentlich Kohte, so, oder doch Kothe, oder gar Kote? In jugendbewegten Publikationen scheint jeder da so seine eigene Schreibweise zu haben, aber gibt es nicht die eine, richtige? Der Duden kennt die Kote („finn. Lappenzelt“) und diese Schreibweise liefert auch bei Google die meisten Treffer, wobei Kote auch einen Höhenpunkt bzw. eine Höhenachse bezeichnet. Instinktiv wird aber kaum jemand Kote schreiben, da wir es von den Schreibprinzipien des Deutschen kaum gewohnt sind, einen langen Vokal durch ein einfaches <o> zu realisieren, es kämen vielmehr Kohte (wie in „Lohn“; so halten es auch fast alle Ausrüster und auch tusk, der es einst für die bündische Jugend entdeckte hielt es so) oder Koote (wie in Boot) in Betracht, doch auch die einfache Variante existiert durchaus („Hose“). Bei der Suche nach Kothe gibt es zwar vielmehr Treffer als bei der ht-Variante, wovon aber ein Großteil auf Familiennamen entfällt. Für unser Zelt, das wir mit langem Vokal sprechen, ist diese Variante allerdings ziemlich abwegig. Wenn überhaupt, steht sie in der Regel nach kurzen Vokalen (wie in „Mathematik“).

Wie also schreiben? Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt die Duden-Version. Alle anderen verlassen sich auf ihren Instinkt und schreiben einfach weiter so, wie sie wollen.

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